| Geschichte des Hauses |
 |
| Entstehung und Gründung |
|
Haus Tanne wurde wohl um 1820 erbaut. Die Fürsten von Quadt hatten bei der so
genannten Napoleonischen Schenkung die Ländereien und Gebäude des säkularisierten
Klosters Isny bekommen und damit das Gelände hier am Eisenbach bis zur jetzigen
bayerischen Grenze. Nachdem ein bereits bestehender Glashüttenbetrieb vom
Eisenbach nach Schmidsfelden umzog, errichtete die fürstliche Familie hier eine neue
Glasmanufaktur, die bis 1893 bestand. Haus Tanne war dabei das repräsentative
Wohn- und Verwaltungsgebäude. Die großen Gästezimmer dienten wohl auch für
fürstliche Jagdgesellschaften im waldreichen Kreuzthal.
Die noch ursprüngliche Zimmereinteilung zeigt, dass es im Haus einen
Festsaal und eine Gastwirtschaft gab.
|
 |
| Gemälde als Geschichtsbuch |
Das älteste Wandgemälde im Saal betont die ländliche Ruhe der Hügellandschaft
und zeigt eine Gruppe gut gekleideter Müßiggänger am Ufer des Eisenbachs hinter dem Haus.
Vielleicht die ersten Touristen im Kreuzthal?
In einem anderen Teil des Gemäldes weist das Motto "Lieben Gästen gebt vom Besten"
darauf hin, dass das Haus immer schon Gäste willkommen hieß.
Auch ein großer Schießstand auf einem nahen Hügel ist abgebildet,
von dem die Einheimischen noch wissen.
Auf dem Hauptgemälde sieht man neben dem Haus selbst auch das Glashüttendorf.
Ein Holzhaus und die Stallungen sind heute noch erhalten.
Die Geschichte der Glasmacherei im Kreuzthal kann man im Glashüttenmuseum im
benachbarten Schmidsfelden weiter verfolgen.
|
 |
| Sanatorium, Kindererholung, Luftkur ... |
|
1920 wurde im Garten die hölzerne Liege- und Wandelhalle errichtet.
Zu dieser Zeit war aus unserem Haus Tanne eine Lungenheilanstalt geworden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg schickte man erholungsbedürftige Kinder in die gute Luft des
Kreuzthals. Haus Tanne und andere Häuser wurden als Heime und später als Landschulaufenthalte
genutzt.
Der berühmteste Gast im Haus Tanne und gleichzeitig die berühmteste Touristin des
ganzen Kreuzthals ist übrigens Frau Daimler gewesen, die jahrelang hierher zur
Erholung kam und die armen Einheimischen zu Weihnachten beschenkte.
|
 |
| ...nach oben |
 |