Landkarte haustanne.de  Die Geschenkidee: Urlaub, Themenwochenenden und Familienfeiern im Haus Tanne 
english  italiano

© 2010 Graf/Peller
Geschichte des Hauses
Entstehung und Gründung
Haus Tanne wurde wohl um 1820 erbaut. Die Fürsten von Quadt hatten bei der so genannten Napoleonischen Schenkung die Ländereien und Gebäude des säkularisierten Klosters Isny bekommen und damit das Gelände hier am Eisenbach bis zur jetzigen bayerischen Grenze. Nachdem ein bereits bestehender Glashüttenbetrieb vom Eisenbach nach Schmidsfelden umzog, errichtete die fürstliche Familie hier eine neue Glasmanufaktur, die bis 1893 bestand. Haus Tanne war dabei das repräsentative Wohn- und Verwaltungsgebäude. Die großen Gästezimmer dienten wohl auch für fürstliche Jagdgesellschaften im waldreichen Kreuzthal. Die noch ursprüngliche Zimmereinteilung zeigt, dass es im Haus einen Festsaal und eine Gastwirtschaft gab.
Gemälde als Geschichtsbuch
Lieben Gästen gebt vom Besten Das älteste Wandgemälde im Saal betont die ländliche Ruhe der Hügellandschaft und zeigt eine Gruppe gut gekleideter Müßiggänger am Ufer des Eisenbachs hinter dem Haus. Vielleicht die ersten Touristen im Kreuzthal? In einem anderen Teil des Gemäldes weist das Motto "Lieben Gästen gebt vom Besten" darauf hin, dass das Haus immer schon Gäste willkommen hieß. Auch ein großer Schießstand auf einem nahen Hügel ist abgebildet, von dem die Einheimischen noch wissen. Auf dem Hauptgemälde sieht man neben dem Haus selbst auch das Glashüttendorf. Ein Holzhaus und die Stallungen sind heute noch erhalten. Die Geschichte der Glasmacherei im Kreuzthal kann man im Glashüttenmuseum im benachbarten Schmidsfelden weiter verfolgen.
Sanatorium, Kindererholung, Luftkur ...
1920 wurde im Garten die hölzerne Liege- und Wandelhalle errichtet. Zu dieser Zeit war aus unserem Haus Tanne eine Lungenheilanstalt geworden. Nach dem Zweiten Weltkrieg schickte man erholungsbedürftige Kinder in die gute Luft des Kreuzthals. Haus Tanne und andere Häuser wurden als Heime und später als Landschulaufenthalte genutzt. Der berühmteste Gast im Haus Tanne und gleichzeitig die berühmteste Touristin des ganzen Kreuzthals ist übrigens Frau Daimler gewesen, die jahrelang hierher zur Erholung kam und die armen Einheimischen zu Weihnachten beschenkte.
...nach oben
  Eintragung als Denkmal
 
1999 wurde Haus Tanne als Seminar- und Gästehaus aufwändig renoviert. Moderner Standard der Gästezimmer und Erhaltung des historischen Charakters des Gebäudes stehen in Einklang.
Die Denkmalschutzbehörde Tübingen sprach der Architektin Ursula Eber ein großes Lob für die gelungene Arbeit aus. Wir schalteten die Experten des Denkmalschutzes ein, als wir bei den Renovierungsarbeiten feststellten, dass die Wandmalereien im Festsaal ein komplettes Ensemble darstellen, was durch verschiedene Einbauten zunächst nicht erkennbar gewesen war.

Anfang 2001 wurde Haus Tanne als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung in das Denkmalbuch von Baden-Württemberg eingetragen.

Frau Volkmer bei der Retusche
Die Restaurierung der Wandbilder erfolgte 2002 mit finanzieller Unterstützung durch das Landesdenkmalamt und die Denkmalstiftung.
Bei aller Unruhe, die eine sieben Wochen währende Baustelle im Haus bedeutet, bleiben uns die fachliche Kompetenz und das persönliche Engagement der Restauratoren Volkmer aus Aichhalden-Rötenberg in sehr angenehmer Erinnnerung.